Tipps für den Kauf von Wanderstöcken

03.10.2021

 

 

Eine stetig wachsende Zahl von Menschen zieht es in der Freizeit und/oder im Urlaub zum Wandern/Trekking in die Natur. Voraussetzung für ein positives Wandererlebnis sind neben einer auf die eigene körperliche Fitness abgestimmte Routenauswahl, die richtige Kleidung sowie Wanderstöcke und stabiles Schuhwerk. Neben einer auf die Kondition abgestimmten Routenplanung sind dem Wetter angepasste Kleidung, Wanderstöcke und stabile Schuhe die Garantie für ein schönes Wandererlebnis.

Thomas Maier, TÜV SÜD-Produktexperte empfiehlt gerade bei Wanderungen in unwegsamen Gelände die Mitnahme von Wanderstöcken, da sie mehr Sicherheit geben und insbesondere beim Bergabgehen die Gelenke entlasten. Beim Bergaufgehen sollte die Stocklänge verkürzt werden, in steileren Passagen kann auch unterhalb des Stockgriffs gegriffen werden. Beim Bergabgehen müssen die Stöcke zur Entlastung der Kniegelenke flexibel je nach Steilheit des Geländes etwas länger eingestellt werden.

 

Die richtige Wahl der Wanderstöcke Gewicht/Material

Da die Stöcke immer wieder am Rucksack zum Tragen befestigt werden, ist ein leichtes Gewicht angenehm zum Transport. Wanderstöcke aus Carbon oder aus Aluminium wiegen idealerweise unter 600 Gramm/Paar. Ausführung. 

Eine Spitze aus Hartmetall bleibt auch auf steinigem Untergrund stabil in der Form, ein Kronen- oder Hohlschliff an der Spitze bietet auf Eis oder Schnee mehr Sicherheit. Abnehmbare Asphaltpads bieten die Möglichkeit, sich auf geteerten Wegen leiser, ohne lästiges Klackern, fortzubewegen.

Wanderstöcke gibt es stufenlos höhenverstellbar von ca. 100 bis 135 Zentimeter. Entweder werden die Stöcke zum Höhenverstellen in sich gedreht oder sie verfügen über ein Locking System mit Clipverschluss.

Ergonomisch geformte Griffe und ein Dämpfungssystem, um Stöße abzufedern“ verbessern den Komfort für den Wanderer. Das Material der Griffe besteht aus Kunststoff, Neopren oder Korkimitat gefertigt sein, wobei nach Meinung der Experten vonTÜV Kork und Neopren bei schweißnassen Händen angenehmer im Griff sind als Kunststoff. Die Schlaufen an den Handgriffen sollten in der Länge verstellbar und mindestens 1,6 Zentimeter breit sein. Weiche abgerundete Kanten tragen sich angenehmer und vermeiden ein Aufscheuern der Handgelenke.

Verbogene Stöcke müssen ausgemustert werden, da sie keine zuverlässige Stützkraft mehr bieten. Abgebrochene Spitzen hingegen gibt es für hochwertigere Modelle zum Nachrüsten.

 

Zusammenfassung

Zusammengefasst empfehlen die TÜV-Experten beim Kauf von Wanderstöcken unbedingt die folgenden Kriterien zu berücksichtigen:

  • Leichtes Gewicht
  • Spitze aus Hartmetall mit Kronen- oder Hohlschliff
  • Flexible Längeneinstellung
  • Ergonomisch geformte Griffe
  • Asphaltpads • Längenverstellbare Schlaufen mit weichen Kanten
  • Dämpfungssystem vorher testen

Darüber hinaus sind eine Beratung im Fachhandel und ein Ausprobieren der Stöcke empfehlenswert.

Quelle:

 


Weitere Meldungen zum Thema Wandern, Testberichte