Mit dem Rad in die niederländische Geschichte „eintauchen“

17.05.2022

 

 

In der Region Utrecht gehört dies zum möglichen Programm von drei neuen Radtouren entlang der ehemaligen Verteidigungslinien, den „Waterlinies“. Diese Zusammenschlüsse aus Deichen, Festungsanlagen, Forts und Bunkern blicken auf eine 2.000-jährige Geschichte zurück und stehen seit 2021 auf der Liste der UNESCO-Welterbe.

Auf den neu erstellten Wochenendtouren erleben Besucher den jahrhundertelangen Kampf der Niederländer gegen das Wasser und Invasoren, während sie gleichzeitig durch eine wunderschöne Landschaft mit versteckten, fast verwunschen wirkenden Bauwerken fahren. Dank der guten Ausschilderung über das niederländische Knotenpunktnetz und einer Länge von 100 bis 125 km eignen sich die neuen Routen ideal für ein verlängertes Wochenende oder einen Kurzurlaub.

 

Tour 1: Holländische Wasserlinien

Die erste der drei neuen Wochenendtouren widmet sich den „Holländischen Wasserlinien“. Sie führt über 102 Kilometer von der Festung Weesp aus an vielen Forts der holländischen Wasserlinie (1815-1945) vorbei. Es gibt sogar noch Spuren der alten holländischen Wasserlinie (1672 – 1815) zu entdecken. Unterwegs beobachtet man, wie sich die Baustile im Laufe der Jahrhunderte änderten, von Erdwällen über Turmfestungen bis hin zu Betonverteidigungsanlagen. Die Radtour führt durch eine malerische Wasserlandschaft mit den Loosdrechtse, Ankeveense und Vinkeveense Plassen und dem Fluss Vecht. Besonderes Highlight: Eine Überfahrt zur Festungsinsel Pampus in der ehemaligen Zuiderzee.

 

Tour 2: Limes und Linien

Die 125 Kilometer lange Tour „Limes und Linien“ startet in Amersfoort und verläuft entlang der Grebbe-Linie durch Wälder, Heidefelder, Polder und Flüsse. Vor allem letztere spielten bei der Anlegung dieser Verteidigungslinie eine wichtige Rolle. Durch gezielte Überschwemmungen sollten über die Jahrhunderte hinweg immer wieder Feinde aus dem Osten am Weiterkommen gehindert werden. Außerdem finden sich Spuren des römischen Limes auf der Route. Besonders sehenswert sind die Konturen eines früheren römischen Kastells nahe dem Fort bei Vechten.

 

Tour 3: Utrechts Weltkulturerbe

Wie viele europäische Städte war Utrecht ursprünglich eine römische Festung. Überreste dieser Wurzeln finden sich auch heute noch unter dem Utrechter Dom, wo die Route „Utrechts Weltkulturerbe“ startet. Von der Zeit des Römischen Reiches aus geht man während der 124 Kilometer langen Tour weiter auf Zeitreise. Über die Forts im Osten der Stadt, die zu Zeiten der Neuen holländischen Wasserlinie errichtet wurden, gelangt man durch charmante Festungsstädte und Dörfer wie Leerdam, Nieuwpoort und Woerden.

Die drei neuen Routen sind in der Broschüre „Wasserlinien Wochenendtouren“ beschrieben.

 

(lifePR.de)

Quelle:

 


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